2. Einwand

Arbeitgeber werden sich die Entlastung von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen in die eigene Tasche stecken.

Was spricht für den Einwand?:
Die Geschichte ist voll von Beispielen, die zeigen, dass die Unternehmer unersättlich sind.

Was spricht gegen den Einwand?:
Unanstand ist nicht auf die Unternehmerklasse beschränkt – es gibt ihn überall. Dasselbe ist allerdings auch vom Anstand zu sagen. - In einem guten Finanzierungssystem solle man sich daher weniger auf den Anstand verlassen als vielmehr auf die unternehmerische Vernunft. Deshalb stellen wir die Frage: Was würde passieren, wenn sich der Unternehmer die Entlastungen in die eigene Tasche steckt?

 
In Bild 9 ist die heutige Situation gezeigt.
Bild 9
Bild 10
Bild 11
Der Produktpreis ist mit Steuern und Sozialabgaben aufgeschwemmt. Oben auf den Produktpreis sind 19% Mehrwertsteuer aufgesattelt.

Würde die Produktion vollständig von Betriebs-, Einkommenssteuern und Sozialabgaben entlastet, würde der Produktpreis entsprechend sinken. Der Produktpreis kann - statt in alter Stückelung – jetzt einfach mit 100% Konsumsteuer belastet werden, ohne dass der Endpreis steigt. (Bild 10)

Geben Arbeitgeber die Entlastungen nicht weiter, sinkt der Produktpreis nicht ab - und es explodiert durch die 100%-ige  Konsumbesteuerung der Endpreis (Bild 11).

Es gilt:
Um die Preise halten zu können, sind die Unternehmer gezwungen, die Entlastungen weiter zu geben. Jeder Euro, den sie NICHT weitergeben, tritt im Endpreis als 2 Euro Preiserhöhung auf.

Es folgt:
Heute tritt jeder Euro, den sich der Unternehmer "in die eigene Tasche steckt" nur als 1,19 Euro im Endpreis auf, denn es werden ihm nur 19% Mehrwertsteuern aufgestockt.
Bei Konsumbesteuerung tritt er mit 2 Euro im Endpreis auf
D.h. "Selbstbereicherung" ist bei Besteuerung von Arbeit und Einkommen LEICHTER als bei Konsumsteuer möglich. Bei Konsumsteuer fällt sie stärker auf.

Konsumsteuer
- erleichtert zwar das unternehmerische Handeln (s. Startseite, "Auswirkungen im Inland"),
- erschwert aber "unternehmerische Selbstbereicherungsmentalität"!

Man kann durch die Konsumsteuer dazu angeregt werden, "unternehmerisches Handeln" und "Selbstbedienungsmentalität" als zwei voneinander geschiedene, nicht unbedingt miteinander verbundene Dinge zu sehen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es besonders interessant, gerade auch den 4. Einwand zu betrachten.

Weiter zum 3. Einwand >>


Kommentare:

  1. Hallo Ralph,
    Äußerlich finde ich die Seite sehr ansprechend.

    Die einzelnen Einwände sind gut beschrieben.

    Die Erläuterungen finde ich schwierig nachzuvollziehen, ich würde den Text direkt in/ an die Bilder setzen und vielleicht mit Farben arbeiten , statt schwarz-weiß.

    Hoffentlich schauen viele auf diese Seite.

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  2. Danke für den Hinweis ... Das Problem ist, dass das her ein vorgefertigter BLOG ist und dass es da nur sehr wenige Gestaltungsmöglichkeiten gibt ...:-(

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